Schullaufbahnentscheidung | SchullaufbahnwechselFremdsprachenangebot

 

Die Sekundarstufe I umfasst die Klassen 5 bis 10 der DSL. Die Klasse 5 bildet dabei die Orientierungsstufe, an deren Ende die Schulartempfehlung ausgesprochen wird. Ab Klasse 6 werden die Schüler in den drei Schularten Haupt-, Realschule und Gymnasium geführt. Für Hauptschüler endet die Schulzeit mit dem Abschluss der Klasse 9, Realschüler beenden die Schulzeit mit Abschluss der Klasse 10. Die DSL ist an die Vorgaben des Bund-Länder-Ausschusses (BLASCHA) gebunden und orientiert sich an den Bildungsstandards Baden-Württembergs.

 

Hauptschule und Realschule

 

Der Unterricht für Realschüler und Hauptschüler kann – in Abhängigkeit von der Schülerzahl  nach folgenden Grundmodellen ablaufen:

  • binnendifferenzierter Unterricht, also in einem gemeinsamen Unterricht mit den Gymnasiasten, allerdings mit abgestuften Leistungsermittlungen
  • in Gruppen mit teilweise getrennten Unterrichtsstunden, v. a. in den Fächern Deutsch, Englisch

Realschüler und Hauptschüler schließen ab dem Schuljahr 2009/2010 ihre Schulzeit mit zwei (Hauptschüler: einer) zentral gestellten schriftlichen Prüfung(en) wahlweise in den Fächern Deutsch, Mathematik oder Englisch und einer mündlichen Prüfung in einem dieser oder einem weiteren Fach ab. In die Endnote werden die Jahresleitungen nach den Vorgaben der Prüfungsordnung zu 50% eingerechnet. Im Erfolgsfall erreichen die Schüler damit den „Mittleren Schulabschluss“ bzw. den „Hauptschulabschluss“.

Realschüler können unter bestimmten Voraussetzungen nach besonders erfolgreichem Abschluss der 10. Klasse ins Gymnasium überwechseln. Die Klasse 10 muss dabei gymnasial wiederholt werden. Näheres regelt die Versetzungsordnung.

 

Gymnasium

 

Auch für Gymnasiasten kommt der Klasse 10 eine besondere Bedeutung zu, weil sie gleichzeitig Abschlussklasse der Sekundarstufe I ist und inhaltlich bereits zahlreiche Elemente der Sekundarstufe II besitzt. Im zweiten Halbjahr findet eine verbindliche zentral gestellte Klassenarbeit in den Fächern, Deutsch, Mathematik und Englisch statt, die doppelt zu gewichten ist.

 

Schullaufbahnentscheidung ~

 

Für alle Schülerinnen und Schüler, die ohne Einstufung als Haupt-, Real- oder Gymnasialschüler an die DSL kommen, nimmt die Schule bis spätestens Ende Klasse 8 eine Schullaufbahnentscheidung vor. 

 

Ab der Jahrgangsstufe 5 ist ein enger Kontakt mit den Eltern der Schülerinnen und Schüler nötig, um rechtzeitige Information und  Beratung über Entwicklung, Leistungsstand und weitere Schullaufbahn sicherzustellen. Dieser Kontakt zwischen Schule und Elternhaus ist umso dringlicher, wenn ein Umzug der Familie in ein anderes Land bevorsteht, der die Suche nach einer dem Leistungsvermögen des Kindes gerecht werdenden Schule mit sich bringt. Zweimal im Jahr (i.d.R. November und April) kommen die Klassenkollegien der Jahrgänge 5 -7 auf Beratungskonferenzen zusammen, um sich über den Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler auszutauschen. Das Ergebnis wird den Eltern jener Kinder, bei denen ein Beratungsbedarf ermittelt wurde, zeitnah auf einem Elternberatungsabend mitgeteilt. 

 

Am Ende jeder Jahrgangsstufe nimmt die Klassenkonferenz eine individuelle Schullaufbahneinstufung vor. Dafür dienen die folgenden Kriterien als Grundlage:

 

  • die Leistungen und auch die Leistungsentwicklung, insbesondere in den Kernfächern mit höherem Stundenanteil,
  • die Abstraktions- bzw. Reflexionsfähigkeit,
  • die sprachliche Ausdrucksfähigkeit,
  • die Ausdauer und die Anstrengungsbereitschaft im Unterricht und bei der häuslichen Arbeit
  • die Interessenlage und das Engagement auf dem Gebiet praktischer Fertigkeiten im Unterricht und ggf. bei extracurricularen Aktivitäten.

 

Alle Eltern erhalten umgehend nach der Einstufungskonferenz im 2. Halbjahr der Klassen 5, 6 und 7 eine Einstufungsempfehlung für ihr Kind als Gymnasiast, Realschüler oder Hauptschüler.

 

Eltern, die mit der Einstufungsempfehlung nicht einverstanden sind, können schriftlich dagegen Einspruch erheben. Liegt ein Einspruch vor, wird der Schüler, der als Realschüler eingestuft wurde, als Gymnasiast und ein Schüler, der als Hauptschüler eingestuft wurde, als Realschüler in der nächsten Jahrgangsstufe weitergeführt.

Am Ende des zweiten Halbjahres der Klasse 8 entscheidet die Klassenkonferenz über die endgültige Einstufung, gegen die kein Einspruch erhoben werden kann.

 

Entsprechend dem Prinzip der größtmöglichen Durchlässigkeit  nach der Orientierungsstufe können Schullaufbahnwechsel von der Schule bis zum Ende der Jahrgangsstufe 8 vorgeschlagen werden, und zwar in der Regel jeweils am Ende eines Schuljahres. 

 

Schullaufbahnwechsel ~

Auszug aus der Versetzungsordnung DSL:

Entsprechend dem Prinzip der größtmöglichen Durchlässigkeit nach der Orientierungsstufe können Schullaufbahnwechsel von der Schule bis zum Ende der Jahrgangsstufe 8 vorgeschlagen werden, und zwar i.d.R. jeweils am Ende eines Schuljahres.

 

Übergang von der Realschule in das Gymnasium

 

Ein Schüler der Realschule kann bis zum Ende der 8. Klasse in das Gymnasium überwechseln, wenn die Klassenkonferenz zu der Erkenntnis kommt, dass dieser Schüler das Gymnasium erfolgreich absolvieren kann.

Dies kann als gegeben angesehen werden,

  • wenn dieser Schüler in der Realschule in allen für die Versetzung relevanten Fächern im Durchschnitt mindestens die Note 3,0
  • und dabei im Besonderen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch mindestens die Note 3,0 und in keinem dieser Fächer mangelhafte oder ungenügende Leistungen erbracht hat.

Im Vordergrund der Entscheidung stehen die Persönlichkeit des Schülers und seine schulische Gesamtentwicklung. Diese Entscheidung beruht – wie in den anderen Schulformen auch - auf einer fachlich-pädagogischen, wertenden Gesamtentscheidung und wird nicht schematisch errechnet.

 

Übergang von der Hauptschule auf die Realschule

 

Ein Schüler der Hauptschule kann bis zum Ende der 8. Klasse in die Realschule überwechseln, wenn die Klassenkonferenz zu der Erkenntnis kommt, dass dieser Schüler einen Realschulabschluss erfolgreich absolvieren kann.

Dies kann als gegeben angesehen werden

  • wenn dieser Schüler in der Hauptschule in allen für die Versetzung relevanten Fächern im Durchschnitt mindestens die Note 3,0
  • und dabei im Besonderen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch mindestens die Note 3,0 und in keinem dieser Fächer mangelhafte oder ungenügende Leistungen erbracht hat.

Im Vordergrund der Entscheidung stehen die Persönlichkeit des Schülers und seine schulische Gesamtentwicklung. Diese Entscheidung beruht auf einer fachlich-pädagogischen, wertenden Gesamtentscheidung und wird nicht schematisch errechnet.

 

Übergang vom Gymnasium in die Realschule und Übergang von der Realschule in die Hauptschule nach Klasse 7

 

Die Eltern bzw. deren gesetzliche Vertreter können einen Wechsel vom Gymnasium in die Realschule bzw. von der Realschule in die Hauptschule beantragen. Es gelten zudem folgende Regelungen:

Fremdsprachenangebot ~

1. Fremdsprache Englisch

Englisch ist die erste Fremdsprache. Der Unterricht in diesem Fach beginnt bereits in der Grundschule ab Klasse 1. Schüler, die den Anforderungen in diesem Fach in Teilbereichen noch nicht gewachsen sind, werden in einem einstündigen Förderunterricht bei dem Fachlehrer an das Niveau der Klasse herangeführt. Dieser Förderunterricht wird von Klassenstufe 5 bis Klassenstufe 11 angeboten. Darüber hinaus gehender Förderbedarf muss auf privater Basis geleistet werden. Schüler mit muttersprachlichen Englischkenntnissen werden in besonderen Lerngruppen, z. B. englisch-orientierten Klassen, zusammengefasst und erhalten bei Bedarf Förderunterricht in Deutsch als Zweitsprache. 

 

2. Fremdsprache: Französisch oder Latein

In Klasse 6 setzt der Unterricht in der zweiten Fremdsprache, wahlweise Französisch oder Latein, ein. Der Lateinunterricht führt bei mindestens ausreichenden Leistungen am Ende der Klasse 10 zum Latinum. Eine Weiterführung von Latein ist in der Regel aufgrund der Gruppengröße nicht möglich. Wer zwei Fremdsprachen bis zur Reifeprüfung belegen möchte und Latein als 2. Fremdsprache gewählt hat, muss sich für Spanisch ab Klasse 8 entscheiden und diese Fremdsprache in 11 und 12 fortführen. Alternativ dazu können ab Klasse 10 drei Naturwissenschaften belegt werden. Französisch kann als 2. Fremdsprache bis zur Reifeprüfung belegt und als Abiturfach gewählt werden.

 

3. Fremdsprache: Spanisch

Die DSL bietet allen leistungsstarken Gymnasiasten die Möglichkeit, von Klasse 8 bis 10 Spanisch als 3. Fremdsprache zu lernen. In der Qualifikationsphase, Klasse 11 und 12, kann Spanisch dann belegt und als 4. Abiturfach gewählt werden.

 

Alternativen

Sonderregelungen für Schüler, die mit einer anderen Sprachenfolge an der DSL beginnen, werden in Einzelberatungen erläutert. Da pädagogische Personal richtet sich nach den entsprechenden Grundlagen im Handbuch unter Abweichende Sprachenfolgen