Informationen zum DIA

Das Deutsche Internationale Abitur (DIA)
 
Die Gesamtqualifikation, aufgrund derer die allgemeine Hochschulreife zuerkannt wird, ergibt sich aus den Leistungen in den vier Halbjahren der Qualifikationsphase und aus den in der Abiturprüfung gezeigten Leistungen; sie besteht aus  der Teilqualifikation Q im Bereich der Unterrichtsleistungen in der Qualifikationsphase und der Teilqualifikation A im Abiturbereich mit den Leistungen in der Abiturprüfung.
 
Die Meldung zum DIA
 
Jede Schülerin und jeder Schüler meldet sich zu Beginn des ersten Halbjahres der 12. Klasse zu dem von der Schule festgelegten Termin durch Vorlage eines Meldeformulars zur Abiturprüfung an. Der Meldung ist ein Lebenslauf mit einer Darlegung des Bildungsganges beizufügen. Mit dieser Meldung müssen die Schülerinnen und Schüler eine wichtige Entscheidung treffen, nämlich die Wahl der drei schriftlichen und der beiden mündlichen Prüfungsfächer. Dabei gilt folgender Rahmen:
 
  • Die Zeiten für die schriftlichen Prüfungsarbeiten betragen jeweils 270 Minuten in den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik, drei Zeitstunden in den Fächern Geschichte, Erdkunde, Biologie, Chemie und Physik. In Fächern, in denen die Prüflinge eine Prüfungsaufgabe zur Bearbeitung auswählen, verlängert sich die Arbeitszeit um 15 Minuten.
  • Die Prüfund im vieten Prüfungsfach wird als Fachprüfung abgelegt, die Prüfung im fünften Prüfungsfach wird als Präsentationsprüfung oder als Streitgespräch durchgeführt. Eine besondere Lernleistung (z. B. ein Wettbewerbsbeitrag zu „Jugend forscht“) kann die Prüfung in diesem Prüfungsfach ersetzen.
  • Jeder Prüfling legt mindestens eine mündliche Prüfung und eine schriftliche Prüfung in deutscher Sprache ab. Fremdsprachige Anteile können insgesamt bis zu 50% betragen.
 
Die Zulassung zur Abiturprüfung erfolgt in zwei Schritten: Nach Abschluss des ersten Halbjahres der 12. Klasse wird die Teilqualifikation Q unter Einbeziehung bestmöglicher Ergebnisse im zweiten Halbjahr der 12. Klasse berechnet. Wer die gesamten Bedingungen erfüllt, wird zur schriftlichen Abiturprüfung zugelassen.
 
Nach Abschluss des Unterrichts in der Klasse 12 wird die Teilqualifikation Q festgestellt, außerdem wird die Teilqualifikation A unter Einbeziehung bestmöglicher Ergebnisse in den mündlichen Prüfungen berechnet. Wer die gesamten Bedingungen erfüllt, wird zur mündlichen Abiturprüfung zugelassen.
 
Wer zur schriftlichen Prüfung nicht zugelassen wurde, kann das zweite Halbjahr der 11. Klasse und das erste Halbjahr der 12. Klasse wiederholen, sofern die Höchstverweildauer in der Oberstufe von 4 Jahren nicht überschritten wird.
 
Wer zur mündlichen Prüfung nicht zugelassen wurde, wiederholt die beiden Halbjahre der 12. Klasse, sofern die Höchstverweildauer in der Oberstufe von 4 Jahren nicht überschritten wird.
 
Die Teilqualifikation Q
 
In die Teilqualifikation Q sind entsprechend der Übersicht insgesamt 36 von mindestens 40 Halbjahresergebnissen einzubringen.
Werden in einem Fach aus den Bereichen Fremdsprachen oder Naturwissenschaften Leistungen eingebracht, so sind die Ergebnisse aus mindestens zwei Halbjahren anzurechnen.
 
Die Teilqualifikation Q ist erfüllt, wenn
  • die Leistung in keinem der 36 einzubringenden Halbjahre mit null Punkten bewertet wurde,
  • die Leistungen in mindestens 29 der 36 einzubringenden Halbjahre mit mindestens 05 Punkten bewertet wurden und
  • die Punktsumme der Leistungen der 36 einzubringenden Halbjahre mindestens 180 beträgt.
 
Die Teilqualifikation A
 
Die Teilqualifikation A besteht aus den Ergebnissen der Abiturprüfungen der fünf Prüfungsfächer.
 
Die Teilqualifikation A ist erfüllt, wenn
  • in mindestens drei Prüfungsfächern, darunter mindestens in einem Fach aus der Fächergruppe Deutsch, Mathematik und Englisch ein Prüfungsergebnis von mindestens 05 Punkten erreicht wurde und
  • die Punktsumme der fünf Prüfungsergebnisse mindestens 25 beträgt.
 
Die Zusammensetzung der Abiturnote
 
Bereich Q:
 
Punktzahl 𝐄 𝐈 = Punktsumme der 36 eingebrachten Halbjahresergebnisse ∙ 40
                                                                             36
 
Es wird auf ganzzahlige Punktzahl gerundet.
 
Bereich A:
 
Punktzahl 𝐄 𝐈𝐈 = Punktsumme der 5 Prüfungsergebnisse ∙ 4
 
Ergebnis der Gesamtqualifikation:
 
𝐄 = 𝐄 𝐈 + 𝐄 𝐈𝐈
 
Eine Voraussetzung für die Zuerkennung der Allgemeinen Hochschulreife ist, dass in der Gesamtqualifikation 𝐄 mindestens 300 Punkte erzielt worden sind, und zwar als Ergebnis 𝐄 𝐈 mindestens 200 Punkte und als Ergebnis 𝐄 𝐈𝐈 mindestens 100 Punkte. Ein Ausgleich zwischen den beiden Teilqualifikationen ist nicht möglich.
 
Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife und Durchschnittsnote
 
Außer den in die Gesamtqualifikation eingehenden Punktzahlen weist das Zeugnis auch sämtliche andere in der Qualifikationsphase erzielten Leistungen auf. Diese dienen lediglich als Nachweis der Belegung. Weiterhin können auch auf Antrag die Fächer in das Zeugnis aufgenommen werden, die am Ende des 10. Jahrgangs abgeschlossen wurden und in der Qualifikationsphase nicht weitergeführt wurden. Diese werden zwar aufgeführt, haben aber keinen Einfluss auf die Durchschnittsnote. Bilingual unterrichtete Fächer werden ausgewiesen.
 
 
Wiederholen von Teilen der Oberstufe und Verweildauer
 
Die Verweildauer in der gymnasialen Oberstufe beträgt mindestens zwei, höchstens vier Jahre; eine Wiederholung in der Qualifikationsphase ist nur am Ende eines Schulhalbjahres möglich.
Eine Schülerin oder ein Schüler, bei der oder bei dem bereits im Verlauf der Qualifikationsphase festgestellt wird, dass sie oder er die Zulassung zur Abiturprüfung nicht mehr erreichen kann, tritt um eine volle Jahrgangsstufe zurück, sofern durch diese Wiederholung nicht die Höchstverweildauer in der gymnasialen Oberstufe überschritten wird.
Im Fall des Zurücktretens nach dem ersten Halbjahr der Qualifikationsphase bedarf es keiner Berechtigung zum Übergang in die Qualifikationsphase mehr.
Bei einer nicht bestandenen Abiturprüfung kann die Verweildauer um den für die Wiederholung erforderlichen Zeitraum von einem Jahr überschritten werden.
Wer sich nach dreieinhalbjährigem Besuch der gymnasialen Oberstufe (einschl. Einführungsphase) nicht zur Prüfung meldet oder die Zulassungsvoraussetzungen innerhalb dieser Zeit nicht erfüllt hat, muss die Schule verlassen.
Im Falle der Wiederholung werden nur die bei der Wiederholung erbrachten Ergebnisse in die Gesamtqualifikation eingebracht.