Plus Gruppen

Vorgehen mit Deutsch+/ Englisch+/ ILS im Remote Learning

Deutsch+/ Englisch+/ ILS wird in „Remote Learning“-Phasen wie ein Nebenfach behandelt. Somit soll im zweiwöchentlichen Rhythmus für ca. 45 Minuten ein Online-Unterricht (LOU) abgehalten plus ein Assignment gestellt werden, welches den Umfang von weiteren 45 Minuten nicht übersteigen sollte.

Ausgangspunkt: Die Erfahrungen des Lockdowns 2020 haben gezeigt, dass sich die Schüler*innen durch die sehr eingeschränkten sowie einseitigen sozialen Kontakte ausschließlich nur noch in ihrer ersten, komfortablen Sprachumgebung bewegen. Somit verlieren sie in ihrer ohnehin schon schwächeren Sprache weiter an Kompetenz. Um das zu verhindern und die Schüler*innen im Sprachlernen weiter zu unterstützen, ist es daher erforderlich, das Sprachförderkonzept der DSL auch während des Remote Learnings online zu unterrichten. Natürlich sollen auch die sprachlich und kognitiv leistungsstarken Kinder die Gelegenheit bekommen, ihre überdurchschnittlichen Fähigkeiten auszubauen und während des Remote Learnings im Rahmen des ILS-Programms an ihren Projekten weiterzuarbeiten.

Unterrichtsideen:

Folgende Aspekte sind bei der Gestaltung des Plus-Unterrichts noch einmal zu betonen:

Der Plus-Unterricht soll in erster Linie der Weiterentwicklung der kommunikativen Fähigkeiten der Schüler*innen in beiden Sprachen dienen, also klar sprachpraktisch ausgerichtet sein.

Alle Aktivitäten sind daher stets vor dem Hintergrund der vier Dimensionen des Sprachenlernens – The Four Skills (Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben) zu planen. Die Arbeit an den Four Skills soll den Schüler*innen dabei bewusst werden, indem die Aktivitäten stets zugeordnet werden.

· gemeinsames Lesen einer Lektüre

· selbstorganisiertes, projektorientiertes Arbeiten an einer Lektüre mithilfe der kognitiven Landkarte

· Übungen aus dem Differenzierungs-Arbeitsheft Deutsch

· Kurz-Präsentationen zu selbstgewählten Themen üben (PP) (Verwenden der Formalsprache)

· Arbeit an Projekten (wie z.B. Legetrickfilme, szenische Spiele, Debatten und Diskussionen, Geschichten oder Comic-Strips schreiben, eine Zeitung erstellen, etc.) in Kleingruppen

· Überarbeitung von Texten aus dem regulären Deutsch- und Englischunterricht (Textlupenverfahren)

· Analyse von Nachrichtensendungen wie „LOGO“

· Vielfältige Stimuli verwenden, um weitere Aufgaben daran anzuknüpfen und um Schüler*innen aktiv lernend tätig werden zu lassen (z. B. Kurzfilme, Lieder, Artikel, Bilder, Romane und Sachbücher)

· Übungen aus dem Grammatik-Arbeitsheft Englisch, das für jede Gruppe differenziert ist, zur weiteren Unterstützung/Entwicklung des Spracherwerbs

· Sich gegenseitig Aspekte der Grammatik beibringen

Gemeinsam können wir unsere Schüler und Schülerinnen dabei unterstützen, sich aus ihrer Komfortzone zu bewegen und Sicherheit in beiden Sprachen zu gewinnen.

Ansprechpartnerin: Frau Martin

Stand: 08.09.2020