Plus Gruppen

Wie viele Schüler nehmen an den jeweiligen Kursen teil?

Insgesamt 284 Schülerinnen und Schüler nehmen aktuell am Plusgruppenunterricht oder an ILS (Independent Language Studies) in insgesamt 17 Lerngruppen teil, woraus sich deutlich kleinere Gruppen als in den Regelklassen ergeben. Man erkennt, dass zum jetzigen Zeitpunkt mehr Schülerinnen und Schüler in beiden Sprachen bereits auf dem Plus 2-Niveau (fortgeschrittenes Niveau) unterrichtet werden. Dass es in Deutsch höhere Teilnehmerzahlen gibt, liegt daran, dass die Deutsch-Förderung im Zweifelsfall wegen des deutschsprachigen Sachfachunterrichts immer Priorität hat.

Wie motiviere ich mein Kind dazu, am Plus-Unterricht mit Motivation teilzunehmen?

Die DSL ist eine Schule mit internationaler Schülerschaft, die das Schulleben und den Unterricht gerade mit ihrem mehrsprachigen Hintergrund bereichert. Viele unserer zwei-, drei- oder mehrsprachigen Schülerinnen und Schüler haben aber dadurch – und das ist völlig natürlich – in Englisch und in Deutsch noch keine akademische Bilingualität erlangen können. Selbst Muttersprachler müssen am Erwerb der Bildungssprache arbeiten.

Auch ist es ganz normal, dass die meisten unserer Schülerinnen und Schüler eine Sprache haben, in der sie stärker sind oder sich mehr zuhause fühlen – ihre Herzenssprache. Es ist ein bisschen so wie bei Fußballern, die ein stärkeres und ein schwächeres Bein haben. Der Plus-Unterricht soll dabei helfen, das aktuell noch etwas schwächere „Sprach-Bein“ weiter zu stärken, so wie auch ein guter Fußballer seine „Beidfüßigkeit“ trainiert.

Auch ist zu bedenken, dass der Plus-Unterricht die Wochenstundenzahl nicht erhöht, da die Stunden dem regulären Deutsch- und Englischunterricht entnommen sind. Sprachtrainingsstunden finden nun für alle Schülerinnen und Schüler am Vormittag statt.

Warum nimmt mein Kind nicht an ILS teil?

Aktuell nehmen noch elf Schülerinnen und Schüler (weniger als 4% der Gesamtgruppe) an ILS teil, nachdem zwei von ihnen wieder zurück in das Plussystem gewechselt sind. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine voll ausgeprägte Bilingualität auf akademischem Niveau, sichere schriftliche Sprachbeherrschung, hohe Leistungsbereitschaft und eine ausgeprägte Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten. ILS ist ein Beitrag zur Förderung unserer besonders sprachbegabten Schülerinnen und Schüler.

Der Wechsel eines Kindes in dieses Programm zur Begabtenförderung erfolgt auf Empfehlung einer Lehrkraft, über die endgültige Aufnahme entscheidet jedoch wie bei allen wichtigen Laufbahnentscheidungen die Klassenkonferenz.

Wie hat sich die Gruppeneinteilung auf Empfehlung der Sprachenlehrer bewährt?

Nach einigen wenigen Wechseln innerhalb der ersten drei Wochen des Schuljahres blieben alle Plus-Gruppen über das erste Halbjahr hinweg konstant. Dies ist unter anderem nötig, weil die Leistung und Arbeitshaltung der Schülerinnen und Schüler in den jeweiligen Kursen mit einer Zeugnisbemerkung rückgemeldet wird.

 Nachdem die ersten Klassenarbeiten geschrieben waren, haben Deutsch- und Englischlehrer den ein oder anderen Wechsel zum Halbjahr angeregt, auch einige Eltern oder Schüler selbst haben einen Wechsel befürwortet. Insgesamt sind zum 30.01.2018 aber nur elf Wechsel erfolgt, was zeigt, dass über 96% der Schülerinnen und Schüler in passenden Kursen unterrichtet worden sind.

Wie werden Wechsel durchgeführt?

Ein Wechsel der Plus-Gruppe erfolgt im Regelfall im laufenden Schuljahr nur zum Halbjahr. Die Plus-Koordinatorin erfragt vor den Zeugniskonferenzen Bedarfe möglicher Wechsel ab und prüft mit den Fachlehrern, ob sich der Förderbedarf einzelner Schülerinnen und Schüler geändert hat. Den Beschluss, ob die Gruppe tatsächlich gewechselt wird, treffen Deutsch-, Englischund Förderlehrkraft gemeinsam.

Wie erfolgt die Rückmeldung über die Leistung der Schülerinnen und Schüler in den Plus-Gruppen?

Um die Wichtigkeit der Sprachförderung und das Bemühen der DSL um die Zweisprachigkeit ihrer Schülerinnen und Schüler auf dem Zeugnis angemessen sichtbar zu machen, werden alle Bemerkungen zum Unterricht in Deutsch und Englisch künftig in dem Bemerkungs-Fenster „Zweisprachigkeit“ zusammengefasst. Dies umfasst eine Bemerkung über die Mitarbeit und das Leistungsvermögen im Plus-Unterricht sowie eine Feststellung des Englisch-Niveaus.

Warum wird in den Plus-Gruppen nicht genau der gleiche Unterrichtsstoff besprochen wie im Regelunterricht?

Der Plusunterricht arbeitet dem Regelunterricht zu, ist aber eher als Sprachtraining zu verstehen, in dem wie in einem „Gym“ Stärke, Flexibilität und Ausdauer im Sprachbereich trainiert werden. Im Plusunterricht geht es darum, Sprachstrukturen in den Kompetenzbereichen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) zu vertiefen. Die Anbindung an den Regelunterricht erfolgt thematisch oder indem im Plus-Bereich genau die sprachlichen Strukturen vertieft werden, die für eine bestimmte Leistungsüberprüfung im Regelunterricht benötigt werden (z.B. Plusquamperfekt für die Aufsatzart Bericht).